Vom rosaroten Panther bis zu Viva La Feria
Buber-Schule: Gehaltvolles und unterhaltsames Programm beim zehnten Lehrerkonzert - Peter Kühn bereitet Abschied vor
Zum zehnten Mal hatte die Heppenheimer Martin-Buber-Schule in der vergangenen Woche zum traditionellen Lehrerkonzert eingeladen. Auch dieses Mal gelang es den Lehrkräften wieder, ein gehaltvolles und unterhaltsames Abendprogramm zu bieten, wie die Schule in einem Pressebericht schreibt. Zur Einleitung spielte Schulsprecher Benjamin Niemyt das Lied vom rosaroten Panther am Klavier, um dann Reinhard Meys ,,Über den Wolken" mit Gitarre und Stimme zu interpretieren. Er erhielt viel Beifall, auch weil den Auftritt nicht abgesagt hatte, obwohl er einen Gehgips wegen seines gebrochenen Knöchels tragen musste.Bettina Meißner ( Querflöte) und Matthias Jakob (Gitarre) spielten anschließend zwei Volkstänze aus Israel (Hava Nagilah und Sov'vuni) in gewohnter Professionalität und mit viel Temperament. Zum ersten Mal in der Konzertreihe wirkte Antonio Siena, Lehrer im Vorbereitungsdienst, mit. Sehr gekonnt und mit typisch italienischer Attitüde sang er zwei Canzone von Claudio Baglioni, ,,Questo piccolo grande Amore" und ,,La Vita é adesso". Er überzeugte das Publikum mit seinem Gitarrenspiel und seinem sehr umfangreichen Stimmvolumen.Sensibel und doch sehr akzentuiert war Stefan Krenz am Klavier zu hören mit zwei Stücken des großen George Gershwin ,,The Man I love" und ,,Soon". Abgerundet wurde sein Beitrag durch den traditionellen Folksong ,,House Of The Rising Sun". Dorothee Jeckel und Matthias Jakob sangen anschließend Jim Moores ,,I have seen the rain" und ,,That's my song" von G. Tomsco. Dorothee Jeckel brillierte mit einer glockenklaren Stimme und Matthias Jakob bildete dezent eine weiche zweite Stimme dazu.Nele Manz blieb es vorbehalten, die ,,klassische" Musik zu vertreten. In ihrem schnörkellosen und doch sehr einfühlsamem Stil brachte sie Unterhaltungsmusik vergangener Jahrhunderte zu Gehör wie das ,,Praeludium I" von Johann Sebastian Bach, die ,,Fantaisie impromptu" von Chopin und den Ohrwurm ,,Liebestraum" von Franz Liszt. Das Publikum bedankte sich mit anhaltendem Beifall.Schulleiter Peter Kühn griff schließlich in die (Blues-)Seiten der Gitarre, um mit Matthias Jakob (Sologitarre) an den großen Blues-Komponisten Robert Johnson (Love in Vain) zu erinnern. In dem letzten Lied vor der Pause verarbeitete Kühn seinen bevorstehenden Abschied von der Schule mit seiner Eigenkomposition im Hiphop-Stil: ,,Ich und mein Casio". Am Keyboard stehend und mit Rappermütze erhielt er rauschenden Applaus.In der Pause bewirtete der Förderverein mit der neuen Vorsitzenden Katja Weber die Gäste. Musikalische Gäste traten dann nach der Pause auf: Ulrich Vogel (Gitarre) von der Musikschule Heppenheim wirkte zusammen mit Jonathan Reisert (Cajon) bei Peter Greens berühmten Instrumentalstück ,,Oh Well" mit, unterstützt durch Stefan Krenz, Matthias Jakob und Doro Jeckel. Dieses Popkultstück mit Überlänge erhielt dann ebenso lang anhaltenden Beifall wie die Gitarrenstücke ,,Farruca" von Georg Rist und ,,Alegrias en La Rumba catalan" und das Traditional ,,El Vito" bei denen unter anderem die Gastmusiker Max Schneider und Dominik Pras durch ein wunderbar synchronisches perfektes Gitarrenspiel das Publikum überzeugten.Matthias Menzner bedankte sich am Ende bei allen Beteiligten, besonders aber dem Initiator der Lehrerkonzerte, Matthias Jakob, der unermüdlich die Lehrkräfte zu musikalischen Höchstleistungen ansporne. Qualität und Vielfältigkeit der Musikstücke in den Programmen der Lehrerkonzerte an der Martin-Buber-Schule seien ein Aushängeschild, so Menzner, auf das die Schule mit Recht stolz sein könne.



